
Was ist Zirkonia? Eigenschaften und Unterschied zum Diamanten
Zirkonia ist ein künstlich hergestellter Schmuckstein aus kubischem Zirkoniumdioxid. Er kann farblos oder farbig sein. Farblose Zirkonia werden häufig wegen ihres Funkelns verwendet, sind aber keine Diamanten. Auch ein im Labor gewachsener Diamant ist etwas anderes als Zirkonia.
Für Deine Auswahl lohnt es sich, den Stein und das Schmuckstück getrennt zu betrachten: Was gefällt Dir am Farbton und Schliff? Aus welchem Metall besteht die Fassung? Und wie möchtest Du den Schmuck tragen?
Zirkonia und Diamant im Vergleich
| Eigenschaft | Zirkonia | Diamant |
|---|---|---|
| Material | Kubisches Zirkoniumdioxid | Kohlenstoff in Diamantstruktur |
| Herkunft im Schmuck | Künstlich hergestellt | Natürlich entstanden oder im Labor gewachsen |
| Härte nach Mohs | Etwa 8,5 | 10 |
| Einordnung | Eigenständiges Material, häufig als Diamantimitation verwendet | Diamant; die Herkunft muss gesondert angegeben werden |
Die Härte beschreibt den Widerstand gegen Kratzer. Sie ist keine Garantie, dass ein Stein oder seine Fassung unbeschädigt bleibt. Zirkonia verkratzt leichter als Diamant. Beide Materialien sind deshalb nicht beliebig belastbar.
Warum gibt es Zirkonia in verschiedenen Farben?
Zirkonia lässt sich in vielen Farben herstellen. Das ermöglicht sowohl klare Lichtakzente als auch farbige Details. Eine Bezeichnung wie „rubinfarben“ beschreibt dabei den Farbton. Sie macht aus einem Zirkonia keinen Rubin.
Bei unseren Geburtsblumenketten mit Geburtsstein ergänzen farbige Zirkonia das gravierte Blumenmotiv. Der kleine Monatsstein setzt einen zusätzlichen Akzent. Wer das Motiv lieber für sich wirken lässt, kann die Ausführung mit und ohne Monatsstein vergleichen.
Ist Schmuck mit Zirkonia Echtschmuck?
Schau für eine klare Kaufentscheidung auf die konkreten Materialien statt nur auf einen Sammelbegriff. Ein Schmuckstück kann aus 925 Silber bestehen und mit Zirkonia besetzt sein. Die Angabe „Zirkonia“ beschreibt den Stein, „925 Silber“ das Metall. Beides kann gleichzeitig zutreffen.
Ebenso bedeutet „vergoldet“ nicht, dass das gesamte Schmuckstück aus massivem Gold gefertigt ist. In unseren Materialfragen zu Silber und vergoldetem Silber erklären wir den Aufbau genauer.
Worauf Du beim Kauf achten solltest
- Steinangabe: Steht ausdrücklich Zirkonia, Diamant oder der Name eines anderen Steins dabei?
- Metall: Welche Angaben gibt es zum Grundmaterial und zu einer möglichen Vergoldung?
- Größe und Wirkung: Schau Dir Produkt- und Tragebilder an. Ein Nahfoto allein vermittelt Größenverhältnisse nur eingeschränkt.
- Verarbeitung: Die Fassung sollte zum vorgesehenen Gebrauch passen. Wenn ein Stein locker sitzt, sollte das Schmuckstück geprüft werden.
- Pflege: Richte sie nach dem gesamten Schmuckstück aus, einschließlich Metall und Oberfläche.
Wie pflege ich meinen Schmuck mit Zirkonia?
Bei unseren vergoldeten Schmuckstücken solltest Du die Goldauflage schonend behandeln. Verwende keine scheuernden Mittel und vermeide kräftiges Polieren. Aus der Robustheit des Steins lässt sich nicht ableiten, dass jede Reinigung auch für die Vergoldung geeignet ist.
Die passenden Schritte findest Du in unseren Pflegehinweisen für vergoldeten Silberschmuck. Bewahre Deine Stücke getrennt auf, damit sie nicht unnötig aneinanderreiben.
Häufige Fragen zu Zirkonia
Ist Zirkonia ein Labordiamant?
Nein. „Im Labor hergestellt“ bezeichnet eine Herkunft, nicht automatisch ein Material. Zirkonia und Diamant unterscheiden sich in ihrer Zusammensetzung und ihren Eigenschaften.
Ist Zirkonia dasselbe wie Zirkon?
Nein. Die ähnlich klingenden Namen bezeichnen unterschiedliche Materialien. Zirkon ist ein natürlicher Edelstein und wird beispielsweise in Geburtssteinlisten für Dezember genannt.
Wird ein Zirkonia allein durch seinen Glanz wertvoller?
Ein schönes Funkeln ist ein optischer Eindruck, kein Wertnachweis. Für Deine Entscheidung zählen Materialangaben, Verarbeitung, Gestaltung und der Preis des gesamten Schmuckstücks.
Fachquellen: GIA: Imitation Gem Materials und GIA: Simulants and Lab-Grown Diamonds.

